1. Allgemeines
Die Förderung von Schülerinnen und Schülern ist ein grundlegender pädagogischer Auftrag an jede Schule und ein elementares Prinzip jedes Unterrichts. Förderung meint einerseits die bestmögliche Entwicklung der Leistungspotenziale aller Schülerinnen und Schüler, andererseits soll Förderung Lernversagen - und damit auch negative Beurteilungen - möglichst verhindern. Förderung stellt ein Qualitätselement von Schule, besonders von christlich geprägter Schule dar. Dieses „sich kümmern" soll prägend sein und ist ein Schwerpunkt, der katholische Schule ausmachen soll.
2. Wie erfolgt die Einteilung in die einzelnen Förderkurse?
Schülerinnen und Schüler, denen in den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch oder im 2. Halbjahr Latein/Französisch eine Fehlleistung droht, müssen an den entsprechenden Förderkursen teilnehmen. Es werden Kurse angeboten, die die Lernlücken beheben, die nach unserer Erfahrung hauptsächlich Fehlleistungen zur Folge haben. Die Zuteilung ergibt sich aus den Leistungen in dem jeweiligen Fach bzw. den festgestellten Defiziten. Wir hätten nämlich gerne, dass es die Ausnahme ist, eine Klasse zu wiederholen.
Die übrigen Schülerinnen und Schüler können aus dem gesamten Angebot der Schule wählen.
Alle Kurse sind natürlich Jahrgangsstufen übergreifend und können nach vorgegebenen Zeiträumen gewechselt werden.
3. Wer erteilt den Förderunterricht?
Der Förderunterricht wird zunächst von Fachlehrern unserer Schule erteilt. Es ist angestrebt, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und Eltern mit einzubeziehen. Dieser Entwicklungsschritt ist bereits in den Anfängen geschehen und soll ausgebaut werden. Hierdurch wird das Ziel einer individuellen Förderung schrittweise realisiert.
4. Wir groß sind die Förderkurse?
Die Teilnehmerzahl in den einzelnen Kursen liegt bei etwa 16. Sie soll sukzessive (vgl. 4.) reduziert werden.
5. Die Realisierung
Das Förderkonzept bezieht sich auf die Klassen 5 bis 9.
Für alle Klassen sehen wir einen großen Sinn darin, die soziale Kompetenz eines jeden, aber auch der ganzen Gruppe zu fördern. Um dies zu erreichen, bekommen die Klassenlehrer der Klassen 6 bis 9 eine zusätzlich Unterrichtsstunde. Mit speziell ausgewählten Programmen wird dieses Ziel erreicht.
Darüber hinaus erfolgt folgende fachliche Förderung:
Wir sehen keinen Sinn darin, die neuen Schüler sofort in irgendeiner Form zu fördern, da wir ihre Leistungsfähigkeit noch nicht einschätzen können. Aus diesem Grund erhalten die Klassen neben der wöchentlichen Klassenlehrerstunde ganzjährig ein einstündiges Methodentraining. Diesem wird u.a. die Arbeitsmappe von Endres, Methodentraining, und aus dem Cornelsen-Verlag, Lernkompetenz I, Bausteine für eigenständiges Lernen, 5./6. Schuljahr, zugrunde gelegt. Denn gewusst wie, erspart nicht selten viele Mühen. Des Weiteren erhalten die Schüler die Möglichkeit, in einer Stunde pro Woche die aus der Grundschule bereits bekannten freien Arbeitsformen zu festigen und auszubauen.
In den Klassen 6 erfolgt eine Förderung in den Fächern Englisch und Deutsch und Mathematik. Die jeweiligen Fachlehrer benennen die für die Versetzung gefährdeten Schüler und besprechen mit den Förderlehrern - einem Fachlehrer aus einer der drei Klassen - die individuellen Leistungsdefizite der Schüler, damit der Förderlehrer sich optimal auf die Gruppenmitglieder einstellen kann. Eine intensive Kommunikation zwischen Fach-, Förder- Klassenlehrer und Eltern sorgt für die notwenige Transparenz und bestmögliche Ergebnisse.